Fernöstliches Gemüse im Herbst

Der aus Asien stammende Pak Choi ist nicht nur gesund und lecker, sondern eignet sich auch perfekt für den späten Anbau im eigenen Garten.

Optisch hat Pak Choi einige Gemeinsamkeiten mit dem Mangold. Allerdings schmecken die jungen Blätter aufgrund der enthaltenen Senföle sehr viel würziger. Obwohl die Pflanze aus feuchtwarmen asiatischen Klimazonen stammt, ist ihre Kultivierung auch in unseren gemäßigten europäischen Regionen sehr gut möglich. Das Gemüse ist bezüglich niedriger Temperaturen recht robust. Wenn es aber zu einer Witterung um den Gefrierpunkt kommt, decke ich es vorsichtshalber mit einem Vlies ab.

Je nach Sorte hat Pak Choi einen sehr hellgrünen oder fast weißen Stiel. Der Anbau in unserer Region nimmt stetig. Während des Wachstums bildet er nach und nach eine kreisförmige Rosette aus. Es gibt Sorten, die nicht sehr groß werden, weshalb diese im Handel auch als »Baby Pak Choi« bezeichnet werden. Wer keinen Garten hat und seinen Kohl auf dem Balkon ziehen möchte, sollte hier zugreifen. Aber Achtung: Auch die Babies bilden, wie ihre großen Brüder, tiefe Pfahlwurzeln und benötigen daher einen tiefen Topf.

Meine späte Aussaat erfolgte Ende August, als die heißesten Tage vorüber waren. Zu viel Hitze verträgt das asiatische Gemüse nämlich gar nicht gut und es beginnt schnell zu schossen. Die Bedingungen waren günstig und der Pak Choi war nach ein paar Wochen gut herangewachsen. Ich bevorzuge die Ernte einzelner Blätter je nach Bedarf von außen nach innen wie beim Pflücksalat, anstatt die ganze Pflanze auszureißen. Das hat den Vorteil, dass sich später noch Blüten und Samenstände bilden können, um Saatgut für die nächste Saison zu sichern. Alternativ lassen sich aus den Keimsaaten im Winter Sprossen heranziehen.

Bei den meisten Kohlarten dienen die Stängel und das grobe Blattwerk eher als Kaninchenfutter und weniger zum Verzehr. Beim Pak Choi kann man hingegen alles essen. Nach der Ernte ist er nur wenige Tage haltbar. Deshalb ist ein rasche Verwendung ratsam. Ich liebe ihn angebraten, gegrillt oder auch roh im Salat. In Asien ist er zudem als mildsauer eingelegtes Gemüse weit verbreitet. Das könnte ich auch mal ausprobieren …

Erstellt für die Kolumne »Gartenstadt« von a3regional.de.