Werkstatt für urbane Intervention

Menschen zum aktiven Gestalten mit und in der eigenen Nachbarschaft anzuregen – darum geht es mir.

Intervention heißt,

  • den urbanen öffentlichen Raum als Labor für Performance, Aktion und Kunst nutzen;
  • vernachlässigte Stadträume mit kleinen Eingriffen – auch digital – verändern und die vorgefundener sozialer Wirklichkeit in Frage stellen;
  •  kommentieren, kritisieren und auf intelligente Art und Bezug auf die Nutzung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums nehmen;
  • Betrachter_innen, Passant_innen herausfordern und einladen bestimmte Sachverhalte auf neue Art wahrzunehmen.

Ein Trend: Reale Objekte im Stadtraum sind zunehmend medial angereichert und Architektur bekommt eine digitale Schicht zum Beispiel durch Augmented Reality Komponenten. Fassaden oder Stadtmöbel sind immer weniger ein getrenntes Medium von Masse, Raum oder Licht. Architektur wird zur Austauschplattform für digitale Informationen. Man kann sich vorstellen, dass das auch die Lebensmuster der Bewohner*innen verändert.

Weitere Spielarten sind

Cultural Hacking: Idee der Umkodierung und Verfremdung bestehender kultureller Codes. Alltagsgegenstände, -regeln und -routinen werden manipuliert und zweckentfremdet. Tabuisiertes hervorheben, neue Lesarten des Gewohnten schaffen, in fremde Systeme eindringen, sich darin orientieren und dann neue und überraschende Orientierungen einführen. Motto: Konfrontiere mit etwas Unerwartetem!

Streetart: Feste oder vergängliche Installationen oder auch Aktionen. Die Strasse wird zur Leinwand. Zweckgebundene Stadtmöbel werden zweckentfremdet. Jede Bushaltestelle, jede Sitzbank, jeder Pflasterstein ist ein nächstes, potenzielles Kunstwerk. Politisch motiviert und inhaltlich verbunden mit der „Reclaim the Streets-Bewegung“, die sich gegen die Privatisierung des öffentlichen Raumes und gegen die Omnipräsenz von Werbung richtet. Der Stadtbewohner_innen sind aufgefordert genauer hinzuschauen und einen Blick für Details zu entwickeln.

Guerillakunst: Es finden effektive punktuelle Operationen statt. Dabei werden keinesfalls kriegerische Elemente eingesetzt. Vielmehr geht es darum, freundliche Zeichen zu setzen.