Autor: susannethoma

  • Yosefa Frauengarten

    Yosefa Frauengarten

    Die Gemeinde St. Joseph in Oberhausen hat es mir ermöglicht im Pfarrgarten einen Gemeinschaftsort für Frauen zu errichten – zusammen mit dem Frauentreffpunkt LEA der Caritas. Wir erschließen die Fläche neben der Kirche naturnah und schaffen in einem verdichteten Stadtteil eine grüne Oase. Das Projekt richtet sich an Frauen – mit oder ohne Kinder –, die soziale Schwierigkeiten erleben, mit Behinderungen leben, psychische Erkrankungen oder Suchterfahrungen haben oder Migrationsgeschichte mitbringen. Neben dem Gärtnern treffen wir uns zu künstlerischen Workshops, lernen die Frauen das Fahrradfahren oder kochen zusammen in der Outdoorküche des Gartens.

  • Marsch durch Oberhausen

    Marsch durch Oberhausen

    Die Insekten waren los. Am 23. Februar haben wir für eine insektenfreundliche Platzgestaltung zwischen den Kirchen St. Johannes und St. Joseph demonstriert. Dabei wurden wir von der Rotfleckigen Düsterbiene alias Peter Rauscher (Grüne), dem Springschwanz alias Christine Wilholm (SPD), der Erdhummel alias Sabine Slawik (CSU), der Libelle alias Reiner Erben (Umweltreferent Grüne) und der Hornisse alias Tine Klink (Insektenrangerin des Umweltbildungszentrums) unterstützt.

    Julian Warner, der künstlerische Leiter des Brechtfestivals war begeistert.

  • Lautes Brummen!

    Lautes Brummen!

    Als spektakuläre Aktion fand am 2. Oktober 2024 während der Langen Nacht der Demokratie die Gründungsversammlung der LIGA für Insektenrechte am Oberhauser Friedensplatz statt.

    Die Liga für Insektenrechte ist eines meiner Lieblingsprojekte. Sie setzt sich auf kreative Weise für den Schutz von Insekten und anderen Gliederfüßern ein. In einem einzigartigen Laientheaterprojekt schlüpfen menschliche Teilnehmer*innen in die Rollen dieser oft unsichtbaren und verachteten Spezies – darunter Fliegen, Mücken, Käfer und Wespen. Sie fungieren als Botschafter*innen einer machtlosen Klasse, die in der Öffentlichkeit häufig übersehen wird. Die Mitglieder der Liga nehmen die Perspektiven der Insekten ein und beleuchten die Interessenskonflikte innerhalb unseres Ökosystems. Als Beispiel dient der Friedensplatz in Oberhausen.

    gefördert durch die Heidehof Stiftung und den Förderverein Zivilcourage in Nordschwaben
    ein Beitrag zum Brechtfestival 2025

  • Lebendige Friedensbotschaft

    Lebendige Friedensbotschaft

    In mehreren Workshops habe ich als künstlerische Leitung mit Gemeindemitgliedern von St. Martin und St. Konrad eine begehbare Skulptur aus Weidengehölzen und Ästen errichtet. Es entstand ein Shelter, dessen Gerüst Wurzeln bilden und weiter wachsen kann. Unsere Friedensbotschaft haben wird auf Stoff gedruckt und künstlerisch mit der Skulptur in Einklang gebracht. Die Stoffteile wurden im Blaudruckverfahren, auch Cyanotypie genannt, hergestellt. Unser Thema war Solidarität und Mitmenschlichkeit und wie wir diese zum Ausdruck bringen können. Wo und in welcher Form ist unsere Gemeinschaft und Verbundenheit angesichts Krisenzeiten und Kriegsgeschehen weiterhin gefragt?

    Ein Projekt im Rahmen des Kulturprogramms zum Augsburger Friedensfest*23

  • Kunst Pfad am Gaswerk

    Kunst Pfad am Gaswerk

    Zusammen mit Künstler:innen und Bewohner:innen aus den Stadtteilen Oberhausen und Bärenkeller habe ich den Kunst Pfad „I care for you“ erarbeitet. Er hatte mehrere Stationen:
    GASIUS – Schutzpatron des Gaswerks: Installation + Dunkellesung am Gasbehälter
    BLAU MACHEN: Fotocollagen auf Stoff im Parkgelände
    SHELTER I + II: 3D-Erlebnis mit einer Virtual-Reality-Brille + Sound-Erlebnis am Smartphone
    LOST: Intervention auf der Wiese über dem Luftschutzbunker

    Das Projekt ging der Frage nach, wie eine fürsorgliche Welt aussehen kann. Das Gaswerk als ehemaliger Industriestandort bietet ein widersprüchliches Ambiente bei der Auseinandersetzung mit dieser Frage. Die Gebäude sind von einer einzigartigen Architektur und ästhetischen Schönheit. Sie lassen aber auch erahnen, wie gefährlich es für Betriebsangehörige war, die technischen Anlagen zu bedienen. Wie war es um die Wohlfahrt der Belegschaft bestellt, welche Fürsorge hat sie erfahren? Der Kunst Pfad transformierte diesen Stoff in die heutige Zeit.

    Das Projekt zeichnete sich durch die kollegiale Zusammenarbeit von Künstler:innen mit Nicht-Künstler:innen und Menschen mit Beeinträchtigungen aus.

    In Kooperation mit Gaswerksfreunde Augsburg e.V., der Blindenseelsorge des Bistums Augsburg und dem Friedensbüro.

  • Schutzpatron Gasius

    Schutzpatron Gasius

    Gasius steht im Zentrum einer Installation von mir und Lina Mann. Gasius ist eine Schattenfigur, die je nach Sonnenstand im Frühjahr morgens an einem Teleskopgasbehälter zu sehen ist. Gasius hat eine wichtige Bedeutung für das Gaswerk. Wir haben bei der Ausstellung mit einem inklusiven Ansatz gearbeitet, um blinden und sehbehinderten Menschen einen Zugang zu unserer Kunst und zu der Geschichte von Gasius zu ermöglichen.

    In einem Podcast ist die Audiodeskription der Installation zu hören.

    Bestandteil der Installation ist auch ein Video, das das Erscheinen von Gasius im Zeitraffer zeigt. Währenddessen erzählt uns Gasius ihre bzw. seine Story. Für blinde und sehbehinderte Menschen stand in der Ausstellung ein Tastmodell von Gasius zur Verfügung.

  • Fußball-Legenden

    Fußball-Legenden

    Ein weitere Podcastepisode von Radio Reese ist erschienen. Diesmal geht es um Helmut Haller und seinen Weggefährten Giacomo Belardi.

    Beide waren sie beim FC Augsburg aktive Kicker und Funktionäre. Mehrere Jahre haben sie zusammen eine Fußballschule geführt und sich bei der Lotto-Toto-Benefizelf in Baden Württemberg engagiert. Giacomo und Helmut waren beide Oberhauser Buben.

  • Intervention im Museum

    Intervention im Museum

    In einer Dauerausstellung thematisiert das Jüdische Museum Augsburg Schwaben die lange und wechselvolle Geschichte der Jüdinnen und Juden in Bayerisch-Schwaben. Die inhaltliche Ausrichtung soll sich nun wandeln: weg von der Präsentation von »dem« Judentum und »der« jüdischen Religion hin zu pluralen Ansätzen, die die Vielfalt jüdischer Lebenswirklichkeiten als Minderheit in einer Mehrheitsgesellschaft erzählen. Dabei kommt es Museumsleiterin Barbara Staudinger unter anderem darauf an, dass in Bezug auf die Shoa und den 2. Weltkrieg nicht nur die Opfergeschichte, sondern auch die Tätergeschichte erzählt wird. Es geht darum, das Narrativ der jüdischen Opfer zu brechen und andere Perspektiven auf Jüdinnen und Juden zuzulassen. Zusammen mit dem Schriftsteller Max Czollek habe ich mich mit Barbara Staudinger im Museum getroffen, um zu erfahren, was dahinter steckt. »Jüdinnen und Juden – hört auf, im deutschen Gedächtnistheater mitzuspielen, emanzipiert euch von der Rolle!«, sagt Max Czollek. »Desintegriert euch!«

  • Für Augsburg

    Für Augsburg

    Ich habe die höchste Auszeichnung der Stadt Augsburg erhalten – die Verdienstmedaille „Für Augsburg“. Geschaffen wurde die Medaille von dem Augsburger Künstler Hans Heinfeldner. Vorne ist das Augsburger Rathaus abgebildet und auf der Rückseite ist das Stadtwappen mit der Zirbelnuss eingeprägt. Die Gleichstellungsstelle hat mich mit folgender Begründung vorgeschlagen:

    Frau Susanne Thoma ist in Augsburg seit vielen Jahren in unterschiedlichen Bürgerschaftlichen Initiativen hoch engagiert und bewegt viel. Von 2007 bis 2013 war sie eine der Sprecherinnen der Arbeitsgemeinschaft Augsburger Frauen. Sie organisierte Veranstaltungen und Aktionen zu frauenpolitischen Themen wie zum Beispiel zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ und prägte die Arbeit in der AAF.

    2013 gründete sie die VOLLDABEI-Kulturwerkstatt. Es ist ein mobiler, offener, interkultureller Lern- und Arbeitsort mir Reperatur- und Kreativaktivitäten in Asylunterkünften sowie Jugend- und Stadtteilzentren. Vielfältige nachbarschaftliche Aktionen wie Möbel oder Fahrräder reparieren, Kochen, Nähen, Gärtnern, Malen oder Radfahrenlernen tragen zu einem Abbau von Integrationsbarieren bei und fördern Offenheit, Toleranz und Akzeptanz gegenüber Geflüchteten. Immer wieder stellt die Initiative den Kontakt zwischen Asylsuchenden und der sogenannten Mehrheitsgesellschaft her. Eine besondere Aktivität war das VOLLDABEI Kunst-CAMP in der Asylunterkunft Calmbergstaße im Jahr 2015. Im Zusammenwirken mit Nachbarschaft, Künstler_innen und Asylbewerber_innen bekam die sehr heruntergekommene Flüchtlingsunterkunft einen neuen Anstrich und die Menschen, die darin lebten Aufmerksamkeit, Anerkennung und Hoffnungszeichen. In dem Fahhradprojekt für Frauen lernten und lernen immer noch geflüchtete Frauen Fahrrad fahren. Für Frauen, die nie die Möglichkeit hatten Fahrrad fahren zu lernen ist es eine wunderbare Erfahrung dies zu erlernen und zu können. Es stärkt die Frauen auch in Hinblick auf andere Vorhaben und Möglichkeiten in ihrem Leben. Immer geht es Susanne Thoma auch um Geselligkeit und das Miteinander. Dadurch ermöglicht sie neue Kontakte und Freundschaften. Vorurteile werden abgebaut.

    Von 2012 bis 2015 war Susanne Thoma Sprecherin der Lokalen Agenda 21. Dabei bereicherte Sie den Agendaprozess durch vielfältige Aktivitäten, von digitaler Innovation bis hin zu Urban Gardening, vor allem auch durch ihre breite Vernetzung in viele Bereiche hinein

    Susanne Thoma ist Gründerin des gemeinnützigen Vereins Pareaz e.V. Ziel des Vereins ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie die Förderung der beruflichen und politischenBildung, die Förderung der Hilfe für politisch, rassistisch und religiös Verfolgte und Flüchtlinge sowie die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils zum Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen.

    Eines ihrer neuen Projekte ist das Jugendprojekt Radio Reese, die Jugendorganisation von Pareaz e.V. Es ist ein Potcastkanal mit Reprortagen von jungen Menschen über Menschen, die in ihren Stadtteilen künstlerisch und sozial tätig sind. Ziel ist es, zwischen verschiedenen sozialen, religiösen und kulturellen Bereichen Verständnis für unterschiedliche Meinungen zu schaffen. Mit Unterstützung von Susanne Thoma sind junge Menschen als Jugendreporter_innen unterwegs und berichten aus den Stadtteilen.
    Die Stadt Augsburg profitiert sehr von dem Engagement, dem Ideenreichtum und der Umsetzungskraft von Susanne Thoma. Susanne Thoma hat sich um die Stadt Augsburg verdient gemacht
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  • Gewonnen

    Gewonnen

    Mit so einem tollen Team kann man ja nur gewinnen! Siehe auch: Auszeichnung von Projekt N. 

    FOTO: Copyright RENN.süd / Fotograf Christian A. Werner