Autor: susannethoma

  • Hoffnungsträger

    Hoffnungsträger

    Für das Reisebüro »Sicher ist sicher« des Augsburger Flüchtlingsrates habe ich zusammen mit Eva Neumann Premium-Werbegeschenke produziert. Sie werden bald schon als Taschen- und Kofferanhänger im Stadtbild zu sehen sein.

  • Thailändisch kochen

    Thailändisch kochen

    Hin und wieder findet im Café Tür an Tür am Senkelbach ein kulinarischer Event der besonderen Art statt. Die Internationale Kochgruppe trifft sich, um gemeinsam Spezialitäten zuzubereiten. Diesmal wurde unter der fachkundigen Anleitung von Chuleephan Prasertsri gekocht. (mehr …)

  • Wilder Bruder Bärlauch

    Wilder Bruder Bärlauch

    Er ist der bessere Knoblauch, denn Bärlauch hat ein ähnliches Aroma wie sein Verwandter, die gleichen gesundheitlichen Vorteile und verursacht nach dem Verzehr keine unangenehmen Gerüche. (mehr …)

  • POP-UP Reisebüro »Sicher ist sicher«

    POP-UP Reisebüro »Sicher ist sicher«

    Dieses Projekt habe ich für den Augsburger Flüchtlingsrat initiiert und umgesetzt. Das Ziel ist es, auf aktuelle asylpolitische Entwicklungen und die daraus resultierenden Konsequenzen aufmerksam zu machen sowie über die konkreten Zustände in Augsburg und Umgebung zu informieren. Das Reisebüro hatte erstmals am 4. März mit seinen BLEIBE-BRECHT-REISEN im Angebot Station während der langen Brechtnacht gemacht. Der Veranstalter stieß auf einhellige Ablehnung der Reiseangebote. Aber er will nicht aufgeben und wieder kommen.

    http://reisebuero.augsburger-fluechtlingsrat.de/

  • Was ist eigentlich ein Mensch?

    Was ist eigentlich ein Mensch?

    Selçuk Cara geht mit der Inszenierung des Brechtstücks »Die Maßnahme« auf dem Gaswerkgelände der Frage nach, inwieweit wir Menschen opfern, um unsere Ideologien zu behalten.

    Am Einlass steht eine lange Schlage von Besucher*innen. Wir werden durch ein Zelt hindurch geschleust. Zusammen mit den Tickets werden uns Postkarten ausgehändigt. Es sind Fotografien von Kevin McElvaney, der mit der Seenotrettung im Mittelmeer unterwegs war. Abgebildet sind Menschen, die dem Ertrinken entronnen sind. Es geht nur schleppend vorwärts. Allmählich begreifen wir, dass die Inszenierung schon begonnen hat. Wie ankommende Geflüchtete müssen sich die Theatergäste einreihen und bekommen Anweisungen, wie man sich zu verhalten hat. Schließlich stehen alle dicht gedrängt im alten Kühlerhaus der Gaswerkanlage. Es ist spärlich beleuchtet und muffig. Hinter einem Bauzaun, der sich über die ganze Länge des Raumes erstreckt, sehen wir einen vermüllten Strand mit verzweifelten Menschen, die sich mit einem ganz und gar nicht seetüchtigen Schlauchboot gerne auf den Weg machen würden – wenn der Zaun nicht wäre. Sie sprechen zu uns und fragen flüsternd: »Bist du ein Mensch?« Nur ein Teil der Besucher*innen bekommt die Situation am Zaun mit. Die hinteren Reihen scherzen und lachen und sind anderweitig beschäftigt. Das Flüstern schwillt zu einem verzweifelten Schreien an. Der Absperrzaun wird beinahe gestürmt. »Es wird mir hier zu eng«, sagt ein Theatergast neben mir. Wir werden aus dem Gebäude auf der anderen Seite hinausgelassen.

    Ein paar Treppen hinunter und wieder hinauf geht es in das Apparatehaus. Dichter Weihrauchnebel hängt in der Luft. Eine Vorleserin versetzt uns in das Brechtstück der 30er Jahre, in dem es um den Konflikt zwischen den eigenen moralischen Grundsätzen und einem taktisch-bürokratischen Vorgehen im Sinne der Parteidoktrin geht. Darf man die Revolutionsidee verraten, um das Leid der Menschen zu lindern? In »Die Maßnahme« sind Schauspieler*innen zugleich Studierende und die Trennung zwischen Bühne und Publikum ist aufgehoben. Das Apparatehaus bietet hierfür einen besonderen Rahmen. Nur ein Teil der Zuschauer*innen kann auf Bänken – es sind Kirchenbänke – Platz nehmen, die anderen stehen zwischen Regleranlagen, Umfüllgebläsen, Steuerrädern und Gasuhren herum, klettern zum Teil hinauf. Wir sind mitten in einem Workshop. Ganz gemäß der Lehrstückdramaturgie nehmen die Schauspieler*innen immer wieder verschiedene Haltungen ein, trainieren ihr dialektisches Denken und schulen ihre Gesten.

    Brechts Ziel seiner Theaterpraxis war, die Wahrnehmung des Publikums zu verändern und es permanent mit neuen Perspektiven zum aktiven Denken zu bringen. Unter den Nazis war das Stück verboten. Im Jahr 1956 belegte es Brecht selbst wegen möglicher Missverständnisse über seine politische Zielrichtung mit einem Aufführungsverbot. Erst seit 1998 kann es wieder gespielt werden. Vor einem Parteigericht müssen sich vier russische Agitatoren für die Tötung eines Genossen verantworten. Also spielen sie die Situation nach, die zu dieser »Maßnahme« geführt hat. In der Restrospektive zeigen sie, wie den jungen ungestümen Revolutionär das Mitleid mit den Elenden überkommt, er in revolutionären Übereifer verfällt und wie er darüber die Strategie der Partei in Frage stellt. Am Ende willigt er jedoch selbst in seine Ermordung ein, um die große Sache des Kommunismus nicht zu schwächen. Mehr Brecht geht kaum und das Schaupiel ist intensiv und zuweilen recht schwer auszuhalten. Die Schauspieler*innen haben meine Hochachtung für ihre Leistung. Revolutionär sein ist schwer erhebend. Die Musik von Hanns Eisler mit ihren Merkmalen geistlicher Musik und kirchentonartlicher Wendungen unterstreicht das. Das Orchester unter der Leitung von Geoffrey Abbott spielt hervorragend. In der Inszenierung sitzt es leider die ganze Zeit hinter einem schwarzen Vorhang. Erst zum Schlussapplaus treten die Musiker*innen hervor.

    »Die Maßnahme« ist ein Oratorium, das in hochstilisierten Wechselreden und Gesängen darlegt, warum vier russische Untergrund-Parteiagitatoren in China ihren fünften Genossen erschießen mussten. »Die Maßnahme« des diplomierten türkisch-stämmigen Selçuk Cara ist auch eine Auseinandersetzung mit den Menschenopfern an den EU-Außengrenzen. »Was will mein Innenminister und meine EU von mir, von uns?«, fragt der Regisseur. »Wollen sie die Auslöschung meiner persönlichen Verantwortung?« Schon der Philosoph Karl Popper reklamierte »Lasst Ideen sterben, nicht Menschen!« Wenn sich eine politische Idee gegen die Überprüfung ihrer Richtigkeit abschottet, kann sie keine Berechtigung haben. Die Offene Gesellschaft gerät in Gefahr. Ich sehe die Inszenierung von Selçuk Cara als Aufforderung, Gesicht zu zeigen.

    Erstellt für a3kultur.

  • Mit Theter kreativ sein

    Mit Theter kreativ sein

    Die junge Theatergruppe hat ihre neuen Proben- und Arbeitsräume am Königsplatz eröffnet und zeigt sich offen für Kreative oder die, die es werden wollen. Direkt über dem City-Club hat Theter Laboratories eine ganze Etage bezogen, in der kreativ gearbeitet und geprobt wird. Im letzten Herbst, damlas noch im Baustaub, haben dort unsere Aktiven aus dem Flüchtlingsrat zusammen mit Geflüchteten und dem Ensembel schon einmal im letzten Jahr geprobt. Entstanden ist ein Flashmob zu Arbetisverboten für Geflüchtete. Etwas staubig ist es auf der neu entstandenen Etage im 3. Stock über dem CityClub immer noch, aber die Fortschritte des Ausbaus sind zu erkennen. »Nachhaltig und ressourcenbilden« möchten sie sich betätigen, sagt Leif Eric Young, der künstlerische Leiter von Theter. Was das heißt, lässt sich bei meinem Besuch leicht nachvollziehen. Die Möbel sind gebraucht, darunter eine herrlich hässliche, aber enorm praktische riesige Schrankwand mit vielen Schubladen und ein ausladendes Ledersofa, in dem man sogleich versinkt. Auf dem Boden haben sich einige Ensembelmitglieder niedergelassen. Sie basteln an einer Unterkonstruktion für einen Schwingboden. Das geht recht einfach. Unter robuste MDF-Platten legen sie kleine Türme aus Schaumstoff. Das dämmt nicht nur den Schall, sondern verringert auch die Verletzungsgefahr von Tänzer*innen.

    Bald schon soll es möglich sein, den Probenraum zu mieten. Das gilt auch für das angrenzende Arbeitszimmer mit einem schwarzen Schreibtisch, der durch seine ungewöhnliche Form auffällt. Wie ein Flügel sieht er aus. Gefertigt haben ihn die Theters aus ausrangiertem Material des Stadttheaters. Besonders praktisch ist eine Klappe, unter der ein Scanner eingebaut ist. Das gefällt mir. So etwas könnte ich auch gut gebrauchen, denn wie lästig sind doch die vielen Pheripheriegeräte rund um den Computer auf meinem Arbeitstisch. Wer an dem Flügelschreibtisch bei Theter Platz nehmen möchte, ist herzlich eingeladen, sich in einem Kreativprozess mit dem Ensembel zu begeben. Dieser Einladung werde ich bald schon nachkommen.

    Erstellt für a3kultur.

  • Das ist mein Land, den Anspruch gebe ich nicht auf!

    Das ist mein Land, den Anspruch gebe ich nicht auf!

    Kulturelle Highlights und viele emotionale Momente bei der Gründungsfeier des Augsburger Regionalverbandes der Sinti und Roma. |

    Die meisten der Sinti und Roma sind heute sesshaft. Marcella Reinhardt, die frisch gebackene Regionalvorsitzende des Augsburger Verbandes, begrüßte die Gäste beim Festakt deshalb wohl aus Tradition mit »Liebe Reisende«. Zahlreich waren die Geladenen in das Augsburger Rathaus gekommen, darunter viele sehr junge Leute. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats der Sinti und Roma, appellierte an alle demokratischen Kräfte, den Rechtsstaat und unsere Werte gegen alle verfassungsfeindlichen Bestrebungen entschlossen zu verteidigen. Er sprach von der Gefährlichkeit, die der Rechtspopulismus mit sich bringt. »Nicht nur für uns als Minderheit nehmen Diskriminierungen und Angriffe wieder zu. Das Projekt Demokratie als Ganzes ist gefährdet!« Für sein Bekenntnis »ich bin Heidelberger, das ist mein Land, diesen Anspruch gebe ich nicht auf!«, erhielt er anhaltenden Applaus.

    Frederika Brand berichtete als eine der wenigen noch lebenden Augsburger Zeitzeug*innen von ihren Erlebnissen im Konzentrationslager Dachau. Als junges Mädchen konnte sie zusammen mit einer Schwester in den Wald flüchten und entkommen. Ihre Familie blieb aber zurück und wurde ermordet. Zunächst noch gefasst, später zunehmend verzweifelter, sprach sie sehr detailliert über ihr Schicksal und die Grausamkeiten, die sie und andere erleben mussten. Welch leidvolle Geschichte! 500 000 Sinti und Roma wurden während der NS-Zeit vernichtet. Das Programm war eindeutig: Auch der letzte »Zigeuner« musste nach Ansicht der Rassenideologen systematisch ausgerottet werden. Die Erschütterung der Gäste im Saal war zu spüren. 70 Jahre sind es her und noch immer sind die Wunden nicht verheilt. Frederika Brand sagt, sie hat vergeben, aber vergessen wird sie nicht. Damit das Vergessen nicht statt findet, setzt sich Marcella Reinhardt für ein Augsburger Dokumentations- und Bildungshaus zum Thema Holocaust ein. Sie will vor allem die Jugend über die schrecklichen Gräueltaten informieren. Als Ort für ihr Vorhaben soll die »Halle 116« im Sheridan-Park dienen. Das Gebäude war unter dem NS-Regime als Zwangsarbeiterbaracke und Außenstelle des Konzentrationslagers Dachau genutzt worden.

    Einen sehr würdigen Rahmen erhielt der Festakt durch die Musik von Nico Franz aus Langweid, der vom »Familie Prinz Ensemble« aus Memmingen und der Pianistin Junko Podwojewski begleitet wurde. Der 20-jährige Violinist Nico Franz wurde bereits mit neun Jahren in das Augsburger Sinfonie-Orchester aufgenommen und wirkte dort 4 Jahre lang mit. Nach mehreren Meisterkursen studiert er seit 2013 am Leopold Mozart Zentrum der Universität Augsburg. Erst kürzlich erhielt er den 1. Preis des Jugend-Musik-Förderpreises Allgäu. Eine Auszeichnung in diesem Wettbewerb erhielt auch Elias Prinz, der virtuos mit seiner Gitarre glänzte. Das Repertoire an diesem Abend bestand unter anderem aus Musik von Ernest Bloch Nigun und John Williams Thema aus »Schindlers Liste«. Der elegante junge Künstler Nico Franz zeigte ein unglaublich leidenschaftliches Spiel auf höchstem Niveau, während Fotos von Überlebenden der Vernichtungslager und deren Familien gezeigt wurden. Emotionaler konnte es kaum sein.

    Veröffentlicht bei a3kultur.

  • Essbare Sonnenblumenknolle

    Essbare Sonnenblumenknolle

    Topinambur gehört zu den alten Gemüsesorten, die im Laden kaum erhältlich sind. Ich ernte die gesunde Knolle fast ganzjährig. Ich weiß, manche hassen sie. »Die schmeckt muffig, sagt der Gatte.« Wehe, ich schmuggle ihm heimlich eine Portion in den Kartoffeleintopf. Der feine Gaumen merkt es. Das Argument, dass Topinambur gesund ist, zählt nicht. Dabei enthält das Gemüse neben Mineralien und Vitaminen verschiedene Saccharide, die als Nährstoffe für die Bakterienflora des Darms günstig sind. Aber, wen interessiert es?

    Sowohl in der Spitzengastronomie als auch bei Gartenfreund*innen sind alte Sorten zunehmend beliebt. Das hat mit dem Geschmack zu tun, aber auch mit der Erkenntnis, dass die alten Sorten oft robuster sind und problemlos vermehrt werden können. Ich esse Topinambur gerne roh, beispielsweise im Salat oder unter Gemüsegerichte gemischt. Man kann ihn auch dünsten oder zu Pürree verarbeiten. Sogar Chips lassen sich aus Topinambur selbst herstellen. Als Rohkost schmeckt er nussartig und ist von ähnlich knackiger Konsistenz wie eine Karotte. Im gekochten Zustand erinnert sein Aroma an Artischocken oder Schwarzwurzeln.

    Topinambur ist eine Sonnenblumenart mit kleineren Blüten als bei der typischen Schwesterpflanze. Beim Kultivieren lässt sich kaum etwas verkehrt machen, denn die Pflanzen gedeihen sowohl im Halbschatten als auch in der Sonne. Im letzten Jahr hatte ich keine einzige Blüte. Schade, aber das kommt vor, wenn der vorhergehende Winter besonders kalt war. Nachdem im Herbst die überirdischen Pflanzenteile abgestorben sind, kann man bei frostfreiem Boden laufend ernten. Da Topinambur nicht gut lagerfähig ist, entnehme ich immer nur so viel, wie ich gerade in der Küche benötige.

    Die Pflanzen haben einen enormen Verbreitungsdrang und nehmen anderen Gewächsen schnell den Platz weg. Um das zu vermeiden, setze ich sie nicht ins Beet, sondern in große Kübel. Trotzdem ist der Ertrag mit mehreren Kilo Knollen pro Pflanze immer reichlich. Spätestens ab Mai suche ich deshalb Abnehmer*innen für die neu ausgetriebenen Jungpflanzen. Wer die essbare Sonnenblumenknolle einmal selbst anbauen möchte, kann sie von mir am 7. Mai bei Gartenflohmarkt des AK Urbane Gärten im »Grow-Up« im Reesepark erwerben.

    Erstellt für die Kolumne »Gartenstadt« von a3regional.de.

  • Valentinsgrüße einmal anders

    Valentinsgrüße einmal anders

    Ein Beispiel, wie sich ein schwieriges politisches Thema wie Asylpolitik besser an die Leute bringen lässt.

    Die Forderungen sind eindeutig: Es darf keine Abschiebungen nach Afghanistan geben, weil das Leben jedes Menschen, der gezwungen wird dorthin auszureisen, extrem gefährdet ist. Das Beispiel des Künstlers Pouya hat uns in den letzten Wochen aufgeschreckt. Es geht aber auch um viele andere Schicksale unserer afghanischen Freunde. Zusammen mit über 500 Demonstrant*innen hat der Augsburger Flüchtlingsrat bei seiner fünften Demo innerhalb weniger Wochen bekräftigt, dass er nicht locker lassen will. Am vergangenen Samstag stand die Kundgebung ganz im Zeichen des Valentinstages, der als »Tag der Liebenden« regelmäßig am 14. Februar der Blumen- und Süßwarenindustrie eine Umsatzsteigerung beschert. Der Flüchtlingsrat setzte jedoch nicht auf Gekauftes, sondern auf »Do it Yourself«. In unermüdlicher Feierabendtätigkeit haben wir in Häkelgruppen aus Göggingen, Pfersee und dem Antonsviertel über 1000 rote Herzen hergestellt, um sie bei der Kundgebung zu verteilen. Die Anziehungskraft von Give-Aways ist ja allgemein bekannt. Diese Herzen waren ein Renner! Ich habe es beobachtet – die fleißigen Helfer*innen, die sie darreichten, ernteten durchweg ein Lächeln und die meisten Beschenkten wollten sogleich spenden. Man kam schnell ins Gespräch. Eine dazu gereichte Postkarte mit zentralen Botschaften stellte den Zusammenhang zu dem Anliegen der Straßenaktion her.

    Warum dieser Aufwand? Wer schon einmal auf der Straße versucht hat, Infomaterial an Passant*innen loszuwerden, weiß, wie anstrengend und frustrierend das sein kann. Die Leute blicken an einem vorbei, sie wollen nicht aufgehalten werden. Sie strahlen eine Haltung aus, die uns sagt: »Sprich mich nicht an!«. Wir selbst haben zuweilen auch schon so reagiert. Für unsere afghanischen Freunde ist die Hürde, das Infomaterial bei den Demos an den Mann oder die Frau zu bringen noch höher. Klar, das hat mit negativen Erfahrungen in der Öffentlichkeit zu tun und mit der Angst, sprachlich zu versagen. Die Herzen und die einfachen Botschaften machten es ihnen leichter. Man muss nicht gleich glauben, dass ein geschenktes Herz gleich das Herz der Beschenkten für das Asylthema öffnet. Eine Chance liegt aber schon darin!

  • Augsburger Integrationsbeirat auf neuen Pfaden

    Augsburger Integrationsbeirat auf neuen Pfaden

    Integration bedeutet richtig Arbeit und ist keineswegs eine Aufgabe, die nur Zugewanderte zu erbringen haben. Mehr fachkundige Bürger*innen sollen sich künftig in die städtische Integrationspolitik einmischen. (mehr …)